Unterschreiben Sie die Petition
Für Windkraft in Taunusstein

gerichtet an: den Bürgermeister Herrn Joachim Reimann 

und die politischen Mandatsträger der Stadt Taunusstein.

gestartet von

KlimaBunT 

Taunussteiner Aktionsbündnis für Klimaschutz & Nachhaltigkeit

Blockade der Windenergie in Taunusstein

Die Stadt Taunusstein hat ein großes Potential für erneuerbare Energien.

Im Außenbereich des Taunussteiner Stadtgebiets sind drei Windvorrangflächen im Regionalplan Südhessen ausgewiesen.

Lasst uns die Windvorrangflächen in Taunusstein endlich nutzen!
Karte: Windvorranggebiete in Taunusstein (2-923, 2-377, 2-384)

Mit Windkraftanlagen auf diesen Flächen könnte der komplette Stromverbrauch Taunussteins CO2-frei und klimaneutral erzeugt werden. Durch die Pachteinnahmen käme der Taunussteiner Stadtkasse zudem jährlich ein hoher sechsstelliger Betrag zugute.

Keine andere Maßnahme könnte in kurzer Zeit einen vergleichbar großen Beitrag zum Klimaschutz leisten und hätte dabei derart positive Folgen für die Finanzlage der Stadt.

Der Bau von Windkraftanlagen auf dem Taunuskamm ist die mit Abstand wichtigste und bedeutsamste Einzelmaßnahme für den Klimaschutz in Taunusstein. 
Worauf wollen wir noch warten?
Unterschreiben Sie daher jetzt für eine zukunftsorientierte Klimapolitik und eine sinnvolle Nutzung der lokalen Ressourcen:
Ja zur Windkraft in Taunusstein.

Zusatzinformationen:

Übersicht:

  1. Wie ist die aktuelle Situation beim Klimaschutz in Taunusstein?
  2. Warum brauchen wir gerade die Windkraft in Taunusstein?
  3. Klimaschutz ist kein „nice to have“, sondern eine Notwendigkeit
  4. Vorteile für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger
  5. Rechtslage
  6. Irreführende Aussagen über die Windenergie
  7. Faktencheck
  8. Fazit
Wie ist die aktuelle Situation beim Klimaschutz in Taunusstein?

Die Stadt Taunusstein hinkt beim Klimaschutz weit hinter den Erfordernissen her. Besonders hinderlich ist dabei die Blockadehaltung der lokalen Politik: obwohl das im Auftrag der Stadt 2025 erarbeitete Klimaschutzkonzept darlegt, dass Klimaneutralität in Taunusstein ohne Windenergie nicht zu erreichen ist, verhindert eine Mehrheit der Taunussteiner Stadtverordnetenversammlung seit Jahren die Nutzung der im Regionalplan Südhessen, Teilplan Erneuerbare Energien, ausgewiesenen Windvorrangflächen. Das hat zur Folge, dass mit den von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Maßnahmen das Klimaschutzziel (Klimaneutralität bis zum Jahr 2045) deutlich verfehlt wird.

Stattdessen könnte mit den auf den Vorrangflächen möglichen Windkraftanlagen der komplette Stromverbrauch Taunussteins CO2-frei und klimaneutral erzeugt werden.

Karte: Windvorranggebiete in Taunusstein (2-923, 2-377, 2-384)

Um möglichen Einwänden zuvorzukommen: natürlich ist die Windkraft keine nebenwirkungsfreie Biotechnologie. Aber die negativen Auswirkungen von Windkraftanlagen auf die Umwelt sind im Vergleich zu den erheblichen Vorteilen durch die Einsparung fossiler Energien gering. In der Abwägung der Vor- und Nachteile spricht fast alles für die Windkraft.

Die von Windkraftgegnern immer wieder vorgebrachte Behauptung, dass der Bau von Windkraftanlagen das Grundwasser und damit unsere Trinkwasserversorgung gefährde, hat mit der Realität wenig zu tun. Bautätigkeiten in Wasserschutzgebieten sind gängige Alltagspraxis in Deutschland (sowie in Taunusstein), und auch der Bau von Windkraftanlagen ist ohne eine Gefährdung des Grundwassers möglich. Es ist nicht ersichtlich, warum dies im Gegensatz zum Rest der Republik ausgerechnet bei der Windkraft in Taunusstein anders sein soll.

Warum brauchen wir gerade die Windkraft in Taunusstein?

Am umweltverträglichsten ist der Strom, der gar nicht erst produziert werden muss, weil er nicht gebraucht wird. Deswegen sollten wir alle versuchen, unseren Stromverbrauch zu reduzieren. Doch die zu erwartenden technischen Entwicklungen (ständig zunehmende Digitalisierung, Elektromobilität, Wärmepumpen) setzen hier Grenzen.

Der Stromverbrauch in Taunusstein lag 2020 bei rund 94 Mio. kWh pro Jahr (Haushalte, Gewerbe und Industrie). Fürs Heizen wurden im selben Jahr ca. 360 Mio. kWh aufgewendet (Angaben aus dem aktuellen Energie- und Klimaschutzkonzept). Das ergibt einen Gesamtverbrauch von ca. 454 Millionen kWh. Der Anteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch in Taunusstein betrug im selben Zeitraum nicht einmal 10%. Von Klimaneutralität sind wir in Taunusstein also noch weit entfernt. 

Die installierte Leistung an PV-Anlagen betrug Ende 2023 im gesamten Stadtgebiet 8.558 kW. Damit können rund 9 % des in Taunusstein verbrauchten Stromes bzw. 2% des gesamten Energieverbrauchs erzeugt werden. Der Beitrag der auf den städtischen Gebäuden installierten PV-Anlagen beträgt gerade einmal 0,3% des Taunussteiner Strombedarfs.

Nach vorsichtigen Schätzungen könnten zehn Windkraftanlagen auf den ausgewiesenen Vorrangflächen in Taunusstein jährlich mindestens 150 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Das entspricht rund dem Anderthalbfachen des aktuellen Stromverbrauchs der Stadt – inklusive Industrie und Gewerbe.

Diese Werte beziehen sich auf die Jahresbilanz. Im Laufe des Jahres schwankt die Stromproduktion naturgemäß: mal wird weniger, mal mehr Strom erzeugt, als vor Ort benötigt wird. Dank des Stromnetzes kann überschüssige Energie jedoch jederzeit dorthin fließen, wo sie gebraucht wird – etwa in benachbarte Ballungsräume. Umgekehrt lässt sich bei Bedarf Strom aus anderen Regionen beziehen.

Würde man die über den Taunussteiner Stromverbrauch hinaus erzeugten 56 GWh/a bilanziell für die Wärmeerzeugung mit Wärmepumpen berücksichtigen, dann könnte man, bei einer mittleren Arbeitszahl der Wärmepumpen von 2,6, noch ca. 145 GWh des aktuellen Wärmebedarfs abdecken. Die Windkraftanlagen könnten bilanziell also etwa die Hälfte des gesamten Taunussteiner Energiebedarfs abdecken.

Keine andere Einzelmaßnahme kann dies bewirken. Es ist ein umweltpolitischer Frevel, auf dieses enorme Potential ohne zwingende Gründe zu verzichten.

Klimaschutz ist kein nice-to-have, sondern eine Notwendigkeit

Fast täglich erreichen uns neue Hiobsbotschaften von den Auswirkungen des Klimawandels: extreme Wetterereignisse wie Überschwemmungen und Dürren nehmen weltweit zu, ganze Landstriche werden unbewohnbar, Gletscher und Eiskappen schmelzen, der Meeresspiegel steigt und gefährdet viele Küstenregionen, die Erwärmung und Versauerung des Meeres zerstört Korallenriffe und ganze Ökosysteme, Hunger und Armut nehmen zu und führen zu neuen Migrationsbewegungen.

Zudem ist der Klimawandel inzwischen nicht mehr „nur“ eine Bedrohung in ferner Zukunft oder entlegenen Erdteilen. Laut dem Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie ist er längst da und auch schon in Hessen zu spüren: Wetterextreme wie Hitzewellen oder Starkniederschläge werden objektiv häufiger und heftiger. Ein deutlich sichtbares Zeichen sind die abgestorbenen Fichtenbestände – auch hier in Taunusstein!

Foto Vorrangfläche 2-384, Dezember 2025

In dieser Situation macht uns auch noch der schreckliche Krieg in der Ukraine deutlich, wie gefährlich unsere Abhängigkeit von den fossilen Energieträgern, speziell von russischem Erdgas und russischem Öl ist.

Der Umstieg auf erneuerbare Energien ist daher eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe von hoher Priorität und zeitlicher Dringlichkeit. Die Windenergie spielt hierbei eine zentrale Rolle, weil sie sich gut mit der Photovoltaik ergänzt und zusammen im ganzjährigen Mittel etwa 16 Stunden am Tag Strom ins Netz einspeist.

Vorteile für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger

Die Stadt Taunusstein könnte durch die Pachteinnahmen für die Bereitstellung der Grundstücke und durch die inzwischen gesetzlich abgesicherte Kommunalabgabe beim Betrieb der Windkraftanlagen (§ 6 EEG 2021), jährliche Einnahmen von einer halben bis zu einer Million Euro generieren, und hätte dadurch zusätzliche finanzielle Mittel für wichtige kommunale Aufgaben zur Verfügung. Außerdem könnten sich im Rahmen einer Bürgerenergiegenossenschaft alle Taunussteiner Bürgerinnen und Bürger an den Windkraftanlagen beteiligen. Die positiven Beispiele aus Heidenrod und anderen Kommunen zeigen, dass Windenergie ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist, und dass sie von der Bevölkerung akzeptiert wird, wenn sie in eine langfristige Nachhaltigkeitsstrategie eingebunden ist. 

Rechtslage

Die Planung von Windenergieanlagen ist in der Regel ein langwieriger Prozess. Oft vergehen von der ersten Prüfung bis zum Bau mehr als 5 Jahre, in manchen Fällen dauert es sogar noch erheblich länger. In Taunusstein haben wir die sehr komfortable Situation, dass die möglichen Flächen, auf denen Windkraftanlagen errichtet werden können, bereits im Regionalplan Südhessen, Teilplan Erneuerbare Energien, rechtskräftig ausgewiesen sind, und daher keine zeitaufwendige Änderung der Flächennutzungspläne oder des Regionalplans mehr notwendig ist.

Gemäß dem Landesentwicklungsplan Hessen sind alle in den Regionalplänen ausgewiesenen Flächen mit Windkraftanlagen zu bebauen. Nach den gesetzlichen Regelungen liegt die Nutzung der Windkraft in überragendem öffentlichem Interesse und dient der öffentlichen Sicherheit. Eine willkürliche und unbegründete Ablehnung durch die Stadt widerspricht den rechtlichen Vorgaben und ist nicht zu verantworten. Die fachliche Entscheidung darüber, ob die regionalplanerisch ausgewiesenen Flächen für den Bau und den Betrieb von Windkraft-anlagen tatsächlich geeignet sind oder nicht, hat die Genehmigungsbehörde zu treffen.

Zwei der ausgewiesenen Flächen befinden sich auf dem Taunuskamm, ein dritter Standort liegt nördlich von Wingsbach und ist Teil einer größeren Vorrangfläche, vorwiegend auf dem Gebiet der Gemeinde Hohenstein.

Karte: Windvorranggebiete in Taunusstein (2-923, 2-377, 2-384)

Die Fläche 2-384 östlich der Platte ist größtenteils im Besitz der Stadt Taunusstein. Hier könnten fünf große Windkraftanlagen mit einer Leistung von jeweils 6 bis 7 Megawatt errichtet werden.

Die Fläche am Eichelberg (2-377, Gemarkung Wehen) ist im Besitz des Landes Hessen und soll laut Auskunft von Hessen-Forst für die Nutzung der Windkraft ausgeschrieben und vergeben werden. Dies bedeutet, dass voraussichtlich auch ohne Zustimmung der Stadt, früher oder später Windkraftanlagen in Taunusstein errichtet werden.

Der naheliegende Ausbau der Windenergie in Taunusstein wird bisher von der Mehrheit der Windkraftgegner im Stadtparlament aktiv verhindert. Dies hat aktuell sogar dazu geführt, dass die in der Fortschreibung des Energie- und Klimaschutzkonzepts der Stadt Taunusstein empfohlene Klimaschutzmaßnahme „Windpark auf den Vorrangflächen umsetzen“ ersatzlos aus dem Katalog der Maßnahmen gestrichen wurde.

Es gibt aber keinen objektiv nachvollziehbaren Grund, die Taunussteiner Flächen nicht schnellstmöglich für die Windenergie zu nutzen. Es ist auch keine erneute Prüfung der Flächen notwendig, wie dies aus Teilen der Taunussteiner Politik wiederholt vorgeschlagen wurde. Die ausgewiesenen Flächen wurden nach intensiver Prüfung unter Beteiligung aller relevanten Fachbehörden und langen politischen Diskussionen festgelegt. Alle weiteren Details, die sich aus der konkreten Standortplanung ergeben, werden ohnehin im Genehmigungsprozess geprüft.

Zusätzlich zu den Vorrangflächen ist im Bereich der Hohen Wurzel noch ein Verfahren vor dem Verwaltungsgerichtshof Kassel anhängig. Dort geht es um einen Genehmigungsantrag der ESWE Taunuswind GmbH, die erfolgreich vor dem Verwaltungsgericht Wiesbaden gegen den ablehnenden Bescheid des RP Darmstadt geklagt hatte. Gegen diese Entscheidung sind sowohl das Land Hessen als auch die Stadt Taunusstein in Revision gegangen. Wann eine abschließende Entscheidung gefällt wird, ist derzeit nicht absehbar.

Irreführende Aussagen über die Windenergie

Entgegen wissenschaftlicher Belege und politischer Notwendigkeiten wird gegen die Windenergie immer wieder dasselbe, ablehnende Narrativ bemüht: sie sei eine große Gefahr für Mensch und Natur, und allein mit Windenergie könnte man die Energieversorgung nicht gewährleisten. Diese Behauptungen setzen sich nicht wirklich mit den tatsächlich zu lösenden Problemen des Naturschutzes und des Klimaschutzes auseinander, sondern dienen lediglich dazu, Zweifel, Angst und Unmut zu säen.

In der Debatte zwischen Gegnern und Befürwortern der Windenergie fehlt vielen Menschen oft das notwendige Wissen, um die Argumente richtig einzuordnen. Populistische Kampagnen zielen darauf ab, dass in der Öffentlichkeit vor allem negative Eindrücke hängen bleiben – unabhängig davon, wie viel Wahrheit wirklich dahintersteckt. Viele Bürger denken dann schnell: ‚Wenn das alles stimmen sollte, was die Gegner sagen, dann bin ich auch gegen Windkraft.‘ Aber die meisten dieser Aussagen sind nicht richtig, werden stark übertrieben oder sind sogar erfunden.

Auch die aktuelle Mehrheit im Taunussteiner Stadtparlament hat sich gegen die Windkraft in Taunusstein positioniert. Die vorgebrachten Argumente halten aber einer genauen Prüfung in den allermeisten Fällen nicht stand.

Faktencheck

Der folgende Faktencheck greift die häufigsten Argumente der Windkraftgegner in kurzer Form auf. Für weiterführende Informationen verweisen wir auf die online zugänglichen Informationen der Hessischen Landesenergieagentur sowie auf die Informationen des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. ):
(https://www.lea-hessen.de/energiewende-in-hessen/windenergie/)
https://www.bund.net/themen/aktuelles/detail-aktuelles/news/argumente-fuer-windenergie-fakten-statt-mythen/

Wasserversorgung

Das in der öffentlichen Wahrnehmung wirkungsvollste Argument der Windkraftgegner ist, dass der Bau von Windkraftanlagen eine Gefahr für unsere Trinkwasserversorgung darstellen würde. Dies basiert jedoch auf einer überzogenen und nicht gerechtfertigten Interpretation der rein theoretisch denkbaren Gefahren. In der Realität können mögliche Gefahren durch technische Maßnahmen nach menschlichem Ermessen vermieden werden. Bautätigkeiten in Wasserschutzgebieten sind täglicher Standard in Deutschland (Straßenbau, Funktionsgebäude wie z.B. Trinkwasserbehälter). Es ist nicht glaubhaft, dass ausgerechnet und nur in Taunusstein der Schutz des Grundwassers durch geeignete und erprobte Maßnahmen nicht möglich sei. Die Festlegung von Auflagen zum Schutz der Umwelt ist gängige Praxis bei den Genehmigungsbehörden. Für die Durchführung von Baumaßnahmen im Wasserschutzgebiet in Taunusstein wäre also keine ingenieurtechnische Pionierleistung erforderlich.

Auswirkungen auf den Wald

Rund 30 Prozent des Taunussteiner Stadtwaldes sind von einem massiven Fichtensterben betroffen. Insbesondere auf dem Taunuskamm gibt es inzwischen größere Kahlflächen, weil geschädigte oder abgestorbene Bäume gerodet wurden. Die idealisierte Vorstellung, der Wald müsse vor jeglichem äußeren Einfluss geschützt und in seiner jetzigen Form bewahrt werden, hat mit der aktuellen Realität wenig zu tun. Tatsache ist, dass der Wald wegen des Klimawandels einem erheblichen Druck ausgesetzt ist und sich ohnehin wandeln muss und wird.

Alle Waldflächen, die für einen Windpark gerodet oder auch nur genutzt werden (wenn die Fläche schon gerodet wurde), müssen laut gesetzlichen Vorgaben wieder an anderer Stelle aufgeforstet werden. Es geht netto also kein Wald verloren.

Naturschutz

Die Anforderungen beim Naturschutz, die das deutsche Planungsrecht für Windkraftanlagen vorschreibt sind sehr weitgehend und stellen sicher, dass Windenergieprojekte nur nach strengen Prüfungen zu Arten‑ und Landschaftsschutz genehmigt werden und mögliche Auswirkungen auf Umwelt und besonders geschützte Gebiete sorgfältig berücksichtigt werden. Mit den dabei durchzuführenden Maßnahmen geht von der Windenergie keine reale Gefahr für den Bestand von Fledermaus- und Vogelpopulationen aus.

In der Abwägung der Vor- und Nachteile für den Natur- und Umweltschutz weist die Windenergie eine eindeutig positive Bilanz aus.

Wirtschaftlichkeit

Das in Taunusstein immer wieder vorgebrachte Argument, dass sich die Anlagen wirtschaftlich nicht lohnen würden, und dass es angeblich besser geeignete Standorte gäbe, weil auf dem Taunuskamm zu wenig Wind wehen würde, ist fachlich nicht zutreffend und insofern ein reines Ablenkungsmanöver. Die Windverhältnisse auf dem Taunuskamm sind für Standorte im Binnenland gut bis sehr gut.

Effizienz

Windenergie ist eine effiziente Form der Stromerzeugung. Gegenteilige Behauptungen von Windkraftgegnern zur Effizienz von Windkraftanlagen beziehen sich oft auf den Wirkungsgrad der Windräder bezogen auf die im Wind steckende Bewegungsenergie. Dies ist jedoch für die Bewertung der Effizienz von Windkraftanlagen irrelevant, weil der Wind weder etwas kostet noch dabei ein Energieträger im klassischen Sinn verbraucht wird. Wichtig ist vielmehr, wie viel Strom die Anlage bezogen auf die zur Herstellung eingesetzte Energie erzeugt. Die energetische Amortisationszeit von Windkraftanlagen ist kleiner als 1 Jahr, d.h. die Anlagen erbringen bereits nach kurzer Zeit eine Netto-CO2-Einsparung.

Als weiteres Argument wird vorgebracht, die Windkraft würde trotz hoher Zahl von Anlagen nur einen kleinen Teil zur Energieversorgung beitragen. Tatsache ist, dass die Windkraft im Jahr 2025 30% des deutschen Strombedarfs abdeckte und damit der größte Energieträger ist, deutlich vor der Kohle. (s.a. https://faktencheck.afp.com/doc.afp.com.43WZ3CP, https://www.dpa-factchecking.com/germany/250328-99-363863/).

Fazit

Die Zahlen zum Potential der Windenergie in Taunusstein machen deutlich, dass Windenergie nicht eine unter vielen Optionen ist, die zum Erreichen der Klimaschutzziele möglich sind, sondern dass sie die Maßnahme ist, die kurz- und mittelfristig den größten Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. Zudem hat sie positive Auswirkungen auf den städtischen Haushalt und kann zeitnah und ohne städtische Finanzierungsprobleme umgesetzt werden.

Wenn der politische Wille dazu bestünde, könnte sofort mit den Vorbereitungen für die Errichtung eines Windparks begonnen werden. Bei zügiger Abarbeitung der anstehenden Aufgaben könnten schon in zwei bis drei Jahren die ersten Anlagen klimaneutralen Strom erzeugen.

Das Taunussteiner Energie- und Klimaschutzkonzept 2050 weist ausdrücklich darauf hin, dass eine Klimaneutralität der Stadt ohne Windkraftanlagen auf absehbare Zeit nicht möglich ist.

 

Der Bau von Windkraftanlagen auf dem Taunuskamm ist die mit Abstand wichtigste und bedeutsamste Einzelmaßnahme für den Klimaschutz in Taunusstein.
Worauf wollen wir noch warten?
Unterschreiben Sie jetzt für eine zukunftsfähige Klimapolitik
und eine sinnvolle Nutzung der lokalen Ressourcen:
Für Windkraft in Taunusstein